Tag 11 – Dienstag: Cardada – Cimetta – Madonna del Sasso

Dienstagmorgen, 6:30 Uhr. Himmlische Stille über dem See, lediglich das erste Zwitschern der erwachenden Vögel. Die Sonne steigt im Osten langsam über den Bergen am See empor. 

Sonnenaufgang, noch ganz zaghaft

  

Die Sonne taucht zwischen den Bergketten auf und steigt langsam über den See

 
7:00 Uhr, der Fühstückstisch ist gedeckt, aus der Küche zieht Kaffeeduft auf den Balkon – den Rest der Familie wecken. 

Frühstück auf dem Balkon

 
Nach dem Frühstück ging es dann los, die Tagestour von gestern nachholen. Von Brissago aus nach Locarno und hoch nach Orselina, mit der Gondel zur Cardada. 

Die Bergstation Cardada

  

Vor dem Aufstieg auf den Cimetta ein kleiner Abstecher zum Aussichtssteg

 
Bei strahlendem Sonnenschein und wolkenlosem Himmel wandern wir dann auf den Cimetta, den Hausberg Locarnos. 

Aufstieg zum Cimetta

  

Zwischenstop im „Lo Stallone“ am gleichnamigen Berggipfel unterhalb des Cimetta

  

Vom Lo Stallone aus über den Lago Maggiiore geschaut – Locarno, Ascona, Isole di Brissago

  

Panorama vom Cimetta

 
Auf dem Cimetta angekommen ein wunderbarer Rundblick. Leider ist es etwas dunstig, bei klarer Sicht kann man von hieraus bis zum Monte Rosa (Bildmitte) schauen. Aber auch so bietet sich eine traumhafte Kulisse.Oben gibt es dann – na was wohl? – Pizza und Pasta. Nach der Stärkung und dem Rundblick über See und Berge machen wir uns dann auf den Rückweg. Von der Bergstation Cardada geht es mit der Gondelbahn wieder hinunter nach Orselina. Bevor wir zurück nach Brissago fahren noch ein Blick zur Wallfahrtskirche Madonna del Sasso, die im Sonnenschein erstrahlt. 

Madonna del Sasso

 Zurück in unserer Ferienwohnung erstmal Abkühlung im Pool – das tut nach reichlich Sonne richtig gut. Mein Rucksack hat auf der Wanderung geschwitzt, als hätter er mich getragen und nicht umgekehrt.

Am Abend fahren wir dann noch nach Cannobio, mal richtig italienisch Pizza essen. Diesmal klappt es auch mit dem Parkplatz. Da wir schon zeitig da sind bekommen wir auch problemlos Platz in einem der zahlreichen Restaurants an der Uferpromenade. Eine halbe Stunde später ist hier alles voll. Bei leckerer Pizza und italinischer Straßenmusik klingt der Abend aus, bevor wir zurück nach Brissago fahren.

Tag 10 – Montag: Zwangspause

Nach zwei Tagen Ruhepause ist für heute wieder ein Tagesausflug geplant. Das Wetter soll nach dem Wochenendtemperatursturz auf eisige 24°C auch wieder besser werden, obwohl es bei Sonnenaufgang noch gar nicht so aussieht. 

Sonnenaufgang über dem Lago Maggiore – noch versteckt sich die Sonne feige hinter dicken, schwarzen Wolken …

  

… aber ganz kann sie ihre Neugier auf Dauer nicht bewahren 😉

 
Doch schon beim Frühstück zerschlagen sich die Pläne: Jessi hat Bauchkrämpfe, die bis zum Nachmittag anhalten. Also bleiben wir auch heute nochmal auf unserem Berg genießen den Panoramablick über den See und hoffen auf den morgigen Tag. 

Tag 9 – Sonntag: Noch ein Tag zum Ausruhen

Auch heute noch ein Tag den wir zum Entspannen im Garten und auf dem Balkon unserer Ferienwohnung verbringen. Das Gewitter vom Vortag hat die Temperaturen auf 27°C gesenkt, der Himmel ist bewölkt und es weht fast den ganzen Tag ein angenehmes Lüftchen.  

Der Garten unserer Ferienwohnung

 
Am Vormittag ein kleiner Spaziergang über die Via Medegheggia, unterhalb unserer Ferienwohnung, in Richtung Brissago-Incella. Natürlich bekommen wir dabei den einzigen Regenguß der an diesem Tag Brissago erreicht ab – sonst ziehen ständig kleine Gewitter um den See, es rumpelt ständig irgendwo in der Ferne. Aber das ist eigentlich egal, naß waren wir vorher schon, so schwül ist es. Selbst kleinste Bewegungen – ein Augenschlag nach rechts, dann einer nach links – lassen einem die Schweißperlen von der Stirn tropfen. 

Brücke zwischen den Ortsteilen Piodina und Incella

  

Ein Blick von der Brücke zum Lago Maggiore

  

… und die Treppen hinauf nach Incella …

  

Am gegenüberliegenden Ufer liegt die kleine lombardiche Gemeinde Pino sulla Sponda del Lago Maggiore – die italienische Gemeinde mit dem längsten Namen – mit der Chiesa di Santa Maria Assunta

  

Ein Blick zurück nach Brissago-Piodina

 
Am Abend dann noch auf den Berg zum Essen in der Osteria Borei – ziemlich gewagt ohne Reservierung loszufahren, aber wir hatten Glück und haben noch Platz bekommen.

Morgen gibt es dann wieder einen Tagesausflug.

Tag 8 – Samstag: Balkontag

Heute mal ein Tag komplette Entspannung, Balkonurlaub. Die Temperaturen von deutlich über 30°C (34°C, gefühlte Temperatur heute offiziell 43°C!) lassen auch kaum was anderes zu. Zwischendurch immer mal eine Abkühlung im Pool – das tut gut. 

… dazu ein Glas mit leckerem Sekt …

Am Nachmittag zieht eine Gewitterwolke über den See, bringt ein wenig Luft – aber nur kurz, danach wieder drückende Hitze, eine graue Dunstglocke zieht über den See.

Am Abend dann Grillieren in unserer schönen Grillecke – es ist immer noch drückend warm. 

Der Grill ist vorbereitet …

  

… die ersten zarten Flämmchen …

  

… es ist angerichtet …

 Und dann bekommen wir doch noch unser Gewitter mit der wohltuenden Abkühlung (wobei Abkühlung vorübergehend 23°C bedeutet). Von Norden zieht die Gewitterfront zunächst über Locarno/Ascona, aus Richtung Bellinzona werden weitere Wolken nachgeschoben. Dann zieht die Regenwand über den See nach Süden. Ein phantastisches Naturschauspiel.

 

Es kann losgehen, die Gewitterfront über Ascona

  

… und von Norden schiebt sich noch mehr auf den See zu

  

… in Italien sieht es noch ganz gut aus …

  

… die Gewitterfront rückt näher, der kühlende Wind nimmt zu …

  

… im Norden schon so …

  

… im Süden noch so …

  

… und dann ist es da …

  

… später am Abend, Locarno ist weg …

  

… und wieder da …

  

… aber da kommt wohl noch was nach

 

Tag 7 – Freitag: Centovalli – Simplonpaß – Gornergrat

Heute sind wir etwas früher los. Frühstück bei Sonnenaufgang und dann los, zunächst in Richtung Locarno. Von hier aus ging es ins  Centovalli, eines der landschaftlich reizvollsten Täler des Tessin, das sich nordwestlich von Locarno bis an die schweizerisch-italienische Grenze erstreckt. Zwischen Wäldern und hohen, zerklüfteten Felswänden ging es also bis nach Italien, wo wir bei Domodossola Richtung Norden zum Simplonpaß abbogen. Den wollte ich ja schon immer mal fahren, gilt er doch als bestausgebauter Alpenpaß in der Schweiz. Auf der Paßhöhe (2.005 m ü.d.M.) kurze Pause, bevor es auf der Nordseite in Richtung Brigg wieder bergab geht. 

Panorama auf dem Simplonpaß

 

In Visp ging es dann weiter Richtung Mattertal bis nach Täsch. Nachdem wir den hier … 

Brachte uns wie immer sicher über’n Berg und zurück

 

… im Parkhaus am Bahnhof abgestellt hatten fuhren wir dann weiter mit dem Zug nach Zermatt. Dort dann schräg über den rege belebten Bahnhofsplatz zwischen Pferdekutschen und Elektro-Taxis, sowie unzähligen Touristen hindurchgeschlängelt zur Talstation der Gornergratbahn. Schnell die Tickets geholt – die Preise sind inzwischen auf einem Niveau angelangt, das man eigentlich nicht mehr bezahlen möchte, aber wir sind nun mal hier – und 20 Minuten später geht es von 1.610 m hinauf auf 3.089 m zur Endstation. Auch bei unserem dritten Besuch auf dem Gornergrat wieder super Wetter, Lufttemperatur 13°C, gefühlt 25°C und ein atemberaubender Blick auf die 29 Viertausender, die man von hier aus betrachten kann. Das Monte Rosa Massiv mit der Dufourspitze (4.634 m), dem höchsten Berg der Schweiz, erstrahlt weiß „überzuckert“ im Sonnenschein und das Matterhorn (4.477 m) ist nur von Zermatt aus frei zu sehen. Oben trägt es den ganzen Tag eine weiße Wolkenmütze.

Bergab ging es dann erstmal zu Fuß. Bis zum Riffelsee (2.770 m), in dem sich das Matterhorn schön spiegelt und von da aus zur Bahnstation Rotenboden (2.815 m), von der aus wir dann zurück nach Zermatt gelangen.

Auf dem Heimweg, wieder über den Simplonpaß, weiter nach Süden bis Verbania und dann entlang des Westufers am Lago Maggiore nach Brissago. Eigentlich wollten wir in Cannobio ja noch zu Abend essen gehen – aber die Parkplätze sind am Freitagabend bei Temperaturen um die 30°C komplett überfüllt. Also gab’s dann Pizza in der Ferienwohnung.

Hab‘ ich noch was vergessen? Aaaah, ja, Photos. Gibt’s natürlich auch:

Gornergletscher – Dufourspitze, 4.634 m – Grenzgletscher – Liskamm , 4.527 m – Zwillingsgletscher

  

Monte Rosa: Gornergletscher – Nordend, 4.609 m – Dufourspitze, 4.634 m – Parrotspitze, 4.432 m – Ludwigshöhe, 4.341 m – Liskamm (Ostgipfel, 4.527 m – Westgipfel, 4.479 m) – Grenzgletscher – Zwillingsgletscher – Castor, 4.223 m – Pollux, 4.092 m – Schwärzgletscher – Breithorn (Roccia Nera, 4.075 m – Quota, 4.106 m – Orientale, 4.139 m – Breithorngletscher – Centrale, 4.159 m – Occidentale, 4.164 m) – Kleines Matterhorn, 3.883 m – Unterer und Oberer Theodulgletscher – Matterhorn, 4.478 m – Gornergrat, 3.089 m – Dent Blanche, 4.357 m

  

Matterhorn (4.478 m) mit Mütze – oben guckt die Spitze raus

  

Neugierige Dohle auf dem Gornergrat (3.089 m)

  

Selfie mit Matterhorn im Hintergrund

  

Die Gornergratbahn an der Bergstation Gornergrat (3.089 m)

  

Am Riffelsee, 2.770 m unterhalb der Bahnstation Rotenboden, 2.815 m

  

Das Matterhorn (4.478 m) – zwischen den Bergstationen Riffelalp und Findelbach

  

Ein letzter Blick von der Gornergratbahn bei Findelbach auf das Matterhorn, 4.478 m – bevor es von Zermatt aus mit der Matterhorn-Gotthard-Bahn zurück nach Täsch geht

 

Tag 6 – Donnerstag: Borromäische Inseln – Isola Bella – Isola Madre – Stresa

Wieder einmal war Italien unser Tagesziel. Heute ging es von Brissago aus mit dem Tragflächenboot zunächst nach Cannobio, dann weiter nach Luino, Verbania Intra und schließlich nach Stresa. Von da aus mit dem normalen Schiff zuerst auf die Isola Bella.

Vom Schiff aus zur Isola Bella geschaut

Um in die sehr schön angelegten Gärten der Insel zu gelangen muß man zunächst einen Rundgang durch den Palazzo Borromeo machen.

 

Weißer Pfau im Garten der Isola Bella

  

Der Aufgang zur großen Terrasse

 
Noch ein paar Ansichten im Garten der Insel:

 

Blick von der Terrasse

  
    
  

Gartenpanorama

  

Panorama an der Terrasse

   

Nach dem Rundgang durch die wunderschön angelegte Gartenanlage ging es dann mit dem Schiff weiter zur nächsten Insel, der Isola Madre. Dort haben wir dann einen Rundgang durch den Botanischen Garten gemacht.

 

Auf der Isola Madre

  

Sicheltanne (Cryptomeria japonica var. sinensis) auf Isola Madre

  

Diese Kaschmir-Zypresse (Cupressus cashmeriana) wurde von einem Tornado am 28 Juni 2006 entwurzelt, danach wieder aufgerichtet und ist nun mit Stahlseilen gesichert

    

Blütenmeer – Bougainvillea (Bougainvillea spectabilis) und Trompetenblumen (Campsis)

 
Nach einem kurzen Aufenthalt in Stresa, wo wir uns an der Uferpromenade erstmal noch etwas stärkten – vor allem mit viel kühlender Flüssigkeit – ging es dann am späten Nachmittag wieder mit dem Tragflächenboot zurück nach Brissago.

Tip: Tragflächenbootsfahrt nicht auf dem Oberdeck, sondern immer unten genießen, bugnah, also weit vorn, da wo die Gischt am meisten schäumt – traumhaft!

Tag 5 – Mittwoch: Cannobio und Baden im Lago Maggiore

Den heutigen Tag haben wir genutzt um uns mal Cannobio (das im Piemont, nicht das in der Schweiz) anzusehen, die nächste größere Ortschaft in Italien. Eine hübsche kleine Gemeinde, wie man sich Italien eben vorstellt: schmale Gassen mit vielen kleinen dicht aneinander gereihten Läden. Angenehm schattig und immer ein leichtes Lüftchen vom See. An der Uferstraße ein Ristorante am anderen – hier hat man keine Chance zu verhungern 😉. Und dann natürlich das italienische Eis – hmmm, eben eine Klasse für sich.

 

Wallfahrtskirche Santissima Pietà, erbaut 1575-1614

  

Via Guglielmo Marconi, Cannobio, Blick zur Uferpromenade

  

Keine Verständigungsprobleme …

  

Die Uferpromenade in Cannobio (Piemont, Italien)

  

Und zur Abwechslung mal von Italien in die Schweiz geschaut

 
Am Nachmittag zurück in Brissago ging es dann noch an den Lago Maggiore zum Baden. Wassertemperatur bei geschätzten 25°C. Sehr schön. Baden mit Schwänen, Enten und Möwen. Wenn man am Ufer ganz still im Wasser steht knabbern auch gern mal winzig kleine Fische an den Füßen. Am Ende zeigt das Schwimmtracking meiner Withings Activité 55 Schwimminuten – wenn das Tracking funktioniert, dann ist es auch ziemlich genau.
 

Das Wetter heute in Italien …

  

… und in der Schweiz

 

Die Erfrischung im See ist natürlich dahin, als wir wieder auf dem Berg in unserer Ferienwohnung sind. Klar, Auto stand ja 2 Stunden auf dem Parkplatz – in der Sonne. Also erstmal ab in den Pool. Deshalb: Sommerferienwohnung immer mit Pool buchen – IMMER!

Und wie läßt man einen italienischen Tag ausklingen? Was gehört kulinarisch zu Italien wie Eis und Pizza? Richtig, am Abend gab es Spaghetti. Natürlich aus Italien, mit Bolognese, auch aus Italien. Und Parmesan, auch aus Italien.

Und morgen? Wird noch nicht verraten …

Tag 4 – Dienstag: Isole di Brissago

Zuerst ein Hinweis: Ich habe den bisherigen Beiträgen mal noch den jeweiligen Wochentag in der Überschrift hinzugefügt – vor allem zu meiner eigenen zeitlichen Orientierung.

Der heutige Tag startet mal mit einer Bilderserie – Sonnenaufgang über dem Lago Maggiore.

   
    
    
    
   

Wie üblich Frühstück auf dem Balkon und dann an die Schiffsanlegestelle in Brissago. Heute wird es hier vor allem Bilder geben, denn wir waren im Botanischen Garten der Isola Grande, der großen der beiden Isole di Brissago.

 

Sumpfzypressen (Taxodium distichum) an der Anlegestelle auf Isola Grande

  

Blick von der Inselnordspitze Richtung Ascona

   

Orchideenblüte

  

Kahle Drillingsblume (Bougainvillea glabra) am Ristorante Isole di Brissago auf der Isola Grande

  

Lagerstroemie (Lagerstroemia indica)

  

Blick über die Insel zur Südspitze

  

Sukkulentengarten am Ostufer der Isola Grande

  

Am späten Nachmittag zurück in Brissago: Regenbogen am Südufer des Lago Maggiore

  

Panoramablick vom Balkon unserer Ferienwohnung über den See

 

Tag 3 – Montag: Schokoladenfabrik „Alprose“ in Caslano

Der heutige Tag begann sehr früh, gegen 6 Uhr zum Sonnenaufgang. Nach dem Frühstück auf dem Balkon machten wir uns auf den Weg an den Luganer See. Unser Ausflugsziel heute war die Cioccolata Alprose in Caslano. 

 

In der Schokoladenfabrik Alprose in Caslano

 
Nach der Besichtigung des Schokoladenmuseums, einem Rundgang durch die Schokoladenfabrik mit Besichtigung der Produktionsstrecken und natürlich dem obligatorischen Einkauf Werksshop noch ein kurzer Fußmarsch ans nahegelegene Seeufer.

Am Ufer des Luganer Sees in Caslano

Auf der Rückfahrt noch ein Einkaufsstop im Coop Centro Tenero, bevor es in Brissago wieder auf den Berg zu unserer Ferienwohnung geht. Erfrischung im Pool und wieder bergab zum Abendessen. Wir haben einen Tisch im „Gabietta“, direkt an der Uferpromenade reserviert. Hier waren wir schon bei unserem ersten Urlaub in Brissago mehrfach lecker essen und wurden auch heute nicht enttäuscht. Trotz gehobenem Preisniveau und ungünstigem Eurokurs war das „Gabietta“ wieder bis zum Anschlag voll.

Tag 2 – Sonntag: Wanderung zur Osteria Borei

Gestern hatte ich es nur vermutet, schon heute Morgen war es dann Gewissheit: das waren gestern Freudentränen. Heute lacht die Sonne überm See. Wir können also auch Schönwetter!

Ausgiebiges Frühstück auf dem Balkon, dann überlegen, was wir heute zum Sonntag machen. Wir entschließen uns für eine kurze Wanderung die Via Ghiridone hinauf zur Osteria Borei.

Blick von der Via Malpensata über Brissago nach Norden mit Isole di Brissago.

An der Via Ghiridone mit Blick nach Italien

Der Aufstieg gestaltete sich dann doch etwas beschwerlicher als gedacht. Die lediglich 3.6 km und 440 Höhenmeter haben sich dann doch ganz schön gezogen. Entschädigt wird man dann aber durch einen traumhaften Blick über den Lago Maggiore und leckere Speisen und Getränke.  

Panorama von der Osteria Borei aus (rechts im Bild), Brissago-Piodina

 
Einen Gast haben wir dann auch noch während des Aufenthalts in der Osteria.

Ein echtes tessiner Krokodil (Crocodylida tecinese gigantica)

Der Rückweg – bergab – war dann, gefühlt, doch deutlich kürzer. Unter den vielen schattengebenden Eßkastanien, vorbei an zahlreichen Lorbeerhecken und Gärten mit Oleander und Palmen kommen wir am frühen Nachmittag wieder in unserer Ferienwohnung an und freuen uns auf eine Erfrischung im Pool.

Alt trifft neu an der Via Ghiridone

Und am Abend Grillieren an unserem Grillplatz mit Hähnchen und Rindersteak, als voll trendy, streng vegan (Hühner und Rinder sind doch Pflanzenfresser?). Dazu Italienisches Bier: Angelo Poretti Treluppoli (ein italienisches Bier von Carlsberg) und römisches Peroni. Später dann noch leckeren italienischen Käse zum Montepulciano – so sollte eigentlich jeder Abend ausklingen.

Am späten Abend auf dem Balkon dann noch eine Überraschung. Großes Feuerwerk in Ascona.

Unser Grillplatz an der Casa Laauser in Brissago-Piodina

Käse und Wein aus Italien

Tag 15, Tag 16, Tag 17: Die Heimreise

Ich weiß, ich weiß … ich habe einiges nachzuholen, bin die letzten drei Urlaubstage noch schuldig.
Freitag früh ging es – der aufmerksame Leser wird es bereits ahnen – pünktlich 4 Uhr los auf die ersten knapp 1.000 km unserer dreitägigen Heimreise. Zum letzten Mal entlang der Küste zunächst Richtung Motril, vorbei an Torrox, Nerja, der wunderschönen Bucht von La Herradura, Almuñécar und Salobreña, dann nach Norden Richtung Granada, weiter nach Lorca – hier mit wundervollem Sonnenaufgang – und Murcia.
IMG_5973.JPG
In Elche war die Reise dann zunächst aber erstmal beendet – plötzlich seltsame Rollgeräusche. Also schnell nach rechts auf den Standstreifen, fix die schicken orangenen Westen übergestreift und mal nachgeschaut: Platten des Hinterreifens.
IMG_0311.JPG
Ein wenig telephoniert, 1½ Stunden gewartet und dann mit Abschleppwagen und Taxi ab in die Werkstatt nach Elche. Das hat sich dann gezogen, war aber sehr nett und lustig mit deutsch-englisch-spanischem Verständigungsmischmasch. Hat letztlich aber alles super funktioniert. 16:30 Uhr ging es dann weiter auf die restlichen 500 km nach Castelldefells, leider eben wieder überwiegend im Dunklen. 21:30 Uhr im Hotel noch kurz was gegessen und dann todmüde ins Bett gefallen.
Am nächsten Tag – richtig, 4 Uhr – ging es weiter. Die Fahrt durch Frankreich verlief völlig problemlos und entspannt. Nach 11 Stunden und vielen Pausen wegen der Müdigkeit erreichen wir unsere letzte Zwischenstation Neuenburg am Rhein. Kleiner Stadtbummel, Abendessen im Steakhaus und dann zeitig ins Bett, hatten ja an Schlaf einiges nachzuholen.
Sonntagmorgen gemütliches Frühstück mit leckerem Frühstücksbüffet im Hotel Touristik und 9 Uhr dann die letzte Etappe – die kürzeste aber anstrengendste (Autofahren macht in diesem Land einfach keine Freude, grauenhaft!) – gestartet. Am frühen Nachmittag sind wir dann nach insgesamt 6.060,1 km, gut wieder zu Hause angekommen.
Damit enden zwei wunderschöne Wochen, die wir sicher noch lange in Erinnerung behalten werden.

Tag 14: Strand & Reisevorbereitung

Wow! Da hat die Sonnenküste ihrem Namen heute aber alle Ehren gemacht. Die andalusische Sonne hat nochmal so richtig zugelangt und förmlich „HIERBLEIBEN!“ geschrien. Wenn der mitteleuropäische Sommer doch nur annähernd so schön gewesen wäre wie dieser südeuropäische Herbst … hach, wäre das schön gewesen.
Nützt aber alles nichts, morgen früh, 4.00 Uhr geht es wieder Richtung Norden, müssen wir La Axarquía leider schon wieder verlassen.
Heute also Strandtag. Das Mittelmeer ist noch angenehm warm, ich schätze so ca. 20-21°C – so langsam macht sich der Atlantikeinfluß auch hier bemerkbar.
Sonst gibt es nicht viel zu berichten, außer sensationellen Muschelfunden …
IMG_0667.JPG
… und diesen geheimnisvollen Spuren im Sand:
IMG_0666.JPG
Und bei unserem letzten Abendspaziergang an der Strandpromenade ins „Pippo“ war die Sonne in Malága längst untergegangen:
IMG_0668.JPG

Tag 13: SEA*Life Benalmádena

Noch einmal führte uns der Weg heute nach Benalmádena. Diesmal war das SEA*Life unser Ziel. Ein tolles Aquarium mit zahlreichen Meerestieren. Die Hauptattraktion ist dabei ein Tunnel von dem aus man u.a. Haie, eine Meeresschildkröte und viele andere Fische beobachten kann.
Haibecken:
IMG_0589.JPG
Seepferdchen:
IMG_0600.JPG
Findet Nemo:
IMG_0616.JPG
Danach sind wir noch durch das Gebiet des Yachthafens mit seinen zahlreichen Geschäften und den beeindruckenden Gebäuden im maurischen Baustil geschlendert:
IMG_0638.JPG
Ein Blick vom Yachthafen nach Benalmádena:
IMG_0640.JPG
Am Abend, zurück in Mezquitilla, dann noch ein schöner Spaziergang am Strand. Und wenn die Sonne in Malága untergeht, merkt man schon, daß auch hier im Süden kein Hochsommer mehr ist, es kühlt dann doch ganz schön ab:
IMG_0660.JPG

Tag 12: bioparc Fuengirola

Nur noch zwei Tage, dann ist die Zeit hier an der andalusischen Mittelmeerküste schon wieder vorbei. Heute waren wir im bioparc Fuengirola. Eine wunderschöne Parkanlage mitten in der Küstenstadt. Die weißen Tiger, die wir vor drei Jahren hier sehen konnten gibt es leider nicht mehr, dafür aber zahlreiche andere Tiere.
IMG_5703-0.JPG
IMG_5709-0.JPG
IMG_5724-0.JPG
IMG_5733-0.JPG
IMG_5771.JPG
IMG_5772.JPG
IMG_0573.JPG
Zurück in Mezquitilla waren wir am Abend dann wieder im „Pippo“ essen. Da war die Sonne in Malága aber längst untergegangen:
IMG_0574.JPG

Tag 11: La Alpujarra – In der Heimat des Serrano-Schinkens

Heute nun unser zweiter Tagesausflug mit dem Bus. Von der Küste ging es am frühen Morgen in die Alpujarra, die südlichen Berge der Sierra Nevada, mit den höchstgelegenen Dörfern Spaniens. Schon auf der Fahrt kreuzen hier mehrfach iberische Steinböcke die Fahrbahn.
IMG_5560.JPG
Unsere erste Zwischenstation ist das auf ca. 1.060 m gelegene Bergdorf Pampaneira. Hier haben wir ersten Kontakt mit der für die Bergregion typische Bauweise der weißen Gebäude und dem hier ansässigen Handwerk – Keramik, Teppiche und Kunsthandwerk.
Der San-Antonio-Brunnen (Fuente de San Antonio) in Pampaneira – für Singles, die vom Wasser des Brunnens trinken findet San Antonio einen Partner, so die Geschichte. Soll wohl auch funktionieren:
IMG_0567.JPG
Von Pampaneira ging es dann weiter durch Bubión hinauf nach Capileira (1.436m). Auch hier treffen wir auf gemütliche Gassen mit kleinen Geschäften und einen herrlichen Blick auf die Schluchten der Alpujarra.
IMG_0568.JPG
Die handgeknüpften Teppiche der Alpujarra-Dörfer bekommt man nur hier zu kaufen:
IMG_0566.JPG
Von Capileira ging es dann weiter in Spaniens höchstgelegenes Dorf nach Trevélez (1.476 m), berühmt durch den hier luftgetrockneten Serrano-Schinken.
IMG_0570.JPG
Hier konnten wir einiges über die Herstellung des Jamón Serrano erfahren und eine Trockenhalle besichtigen:
IMG_0569.JPG
Anschließend noch Verkostung und natürlich die Möglichkeit sich mit ausreichend Schinken einzudecken.
Nach dem Mittag im Restaurante González ging es dann durch die atemberaubende Bergwelt der Alpujarras zurück an die Küste.
Und hier konnten wir gerade noch sehen, wie in Malága die Sonne unterging:
IMG_5696.JPG

Tag 10: Ruhetag

Viel gibt es heute nicht zu berichten. Die Uhren gehen endlich wieder richtig und wir haben heute einfach mal nur ausgeruht. Gemütlich Frühstücken auf der Terrasse, entspannen, etwas lesen, am Nachmittag dann noch an den Strand – das Wasser ist immer noch sehr angenehm. Sandburg bauen und dann zusehen, wie das Wasser so Stück für Stück alles wieder zerstört, frei fliegende Sittiche an der Strandpromenade beobachten:
IMG_0562.JPG
Wer die Sittiche auf dem Bild findet darf sie einfangen und behalten 😉
Das war’s dann auch schon für heute.
Als wir dann zum Abendessen ins „Pippo“ an der Strandpromenade entlangschlenderten, war die Sonne in Malága schon untergegangen:
IMG_0563.JPG

Tag 9: Granada, Alhambra y Generalife

Heute nun unsere erste Tagesfahrt mit dem Bus. Entlang der Küste ging es nach Torrox-Costa, Nerja, Almuñécar und Salobreña und schließlich entlang der Sierra Nevada nach Granada, die durch fast 800 Jahre maurische Herrschaft (711-1492) geprägte Hauptstadt der gleichnamigen andalusischen Provinz.
Nach einer Stadtführung mit einer Fülle an historischen Informationen und anschließendem Stadtbummel ging es am Nachmittag hinauf auf den Sabika-Hügel zur Alhambra mit ihren Palästen und danach zum Rundgang durch die Generalife.

Plaza Nueva mit Blick zur Alhambra:
IMG_0556.JPG
Im Palast Karls V.:
IMG_0558.JPG
Der Löwenbrunnen:
IMG_5486.JPG
Blick über die Alhambra, Granada & Generalife:
IMG_5507.JPG
Und als uns der Bus am Abend dann zurück entlang der Küste nach Mezquitilla brachte, ging in Malága bereits die Sonne unter:
IMG_5551.JPG
Zurück in unserem Ferienort haben wir dann noch einen kleinen Spaziergang an der Strandpromenade gemacht – die Tapas-Bars und Bodegas waren ziemlich voll, schließlich lief der Klassiker Real – Barça – und haben gemütlich im „Restaurante Pippo“ gegessen.
IMG_0559.JPG
IMG_0560.JPG

Tag 8: Selwo Marina Delfinarium Benalmádena

Unser heutiger Tagesausflug führte uns wieder nach Benalmádena, diesmal ins Selwo Marina Delfinarium. Mit 18,95 € pro Person Eintritt ziemlich kostenintensiv (Kind ist man hier nur bis 9 Jahre), aber dafür bekommt man dann auch einiges geboten. Affen, Pinguine (da ist es ziemlich kalt), Fische und Reptilien aus der Amazonasregion sowie eine Papageienshow mit verschiedenen Aras. Die Hauptattraktion dürfte aber die Show der Seelöwen und Delfine sein, die wir gleich zweimal besucht haben.
IMG_5347.JPG
IMG_5314.JPG
IMG_4972.JPG
Zum Abschluß haben sich die Kinder dann noch gemeinsam mit den 4 Delfinen der Show photographieren lassen. Eine schöne Erinnerung für zu Hause.
Auf der Rückfahrt nach Mezquitilla schnell noch ein paar Sachen fürs Wochenende gekauft und als wir dann am Abend bei Käse, Baguette, spanischen Oliven und Rotwein saßen ging in Malága gerade die Sonne unter:
IMG_0554.JPG

Tag 7: Lobo Park Antequera, El Torcal de Antequera und eine Überraschung am Abend

Huiiii, das war ein ereignisreicher Tag. Nach dem Frühstück ging es los, zunächst Richtung Malága und dann weiter nach Norden, nach Antequera. Unser Ziel heute: Der Lobo Park Antequera.
Auf einem 1,5 stündigen Rundweg trifft man hier in den großräumig angelegten Gehegen auf Timberwölfe, Alaska Tundra Wölfe, europäische und iberische Wölfe. Die Wölfe sind überwiegend im Park geboren und aufgewachsen oder stammen aus europäischen Zoos. Auf der geführten Tour (englisch oder spanisch) durch den Park erfährt man eine Menge interessante Dinge über diese von Natur aus eigentlich sehr scheuen Tiere.
Zum Abschluß haben Alex und Jessi dann noch eine Wolfs-Patenschaft für ein Jahr abgeschlossen, mit der wir die Arbeit im Park unterstützen wollen.
IMG_0548.JPG
IMG_0549.JPG
Auf den Lobo Park sind wir übrigens durch Jürgen Heitmanns Blog Ab nach Andalusien gestoßen.

Vom Wolfspark aus ging es dann am Nachmittag noch in eines der beeindruckendsten Karstgebirge Europas: El Torcal de Antequera. Auf 1.200 m Höhe bietet sich hier ein bizarres Schauspiel der Natur in Stein.
IMG_0550.JPG
Zurück in unserem Urlaubsort Mezquitilla haben wir uns dann entschlossen, wieder im La Viuda zu Abend zu essen. Allerdings waren da bei unserem Eintreffen alle Tische reserviert. Der Grund: Noche de Flamenco – Nacht des Flamenco. Da war die Hütte quasi voll! Einen Tisch haben wir dann doch noch bekommen und konnten so, völlig ungeplant, bei leckerer Paella und einer Flasche Rioja-Wein die andalusischen Tanze bewundern.
IMG_0553.JPG
Und während die Wölfe in Antequera heulen, um ihr Revier zu markieren, geht in Malága die Sonne unter:
IMG_0552.JPG